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Heimatbote

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Im Jahre 1897 wurde die Mühlhäuser – Ebelebener Bahn fertiggestellt, die zu einer wirtschaftlichen Belebung der Region beitrug. Über viele Jahrzehnte nutzten die Einwohner entlang der Strecke den Komfort der Bahn um Stückgut zu transportieren, in der nahen Kreisstadt Mühlhausen oder auch in Körner und Schlotheim einer Arbeit nachzugehen bzw. in Körner die Schule in DDR –Zeiten zu besuchen.

In den Anrainerdörfern schrieb man fast 100 Jahre Bahngeschichte. Doch bevor das Jubiläum mit der 1000 Jahrfeier unseres Ortsteiles Grabe 1997 gekrönt werden konnte, wurde der Bedarf von der zuständigen Behörde kurzer Hand abgemeldet und der Bahnbetrieb drei Jahre später für immer stillgelegt. Gemeinsam mit der Nachbargemeinde Körner wurden Gespräche einer Nachnutzung des Bahnkörpers geführt und nach Abbau der Schienen und Schwellen der Radwegebau als mehrheitlicher Wunsch der Bevölkerung forciert. Mit Grundstückserwerb und Bau des Weges von Bollstedt bis zur Gemarkungsgrenze Grabe/Körner entstanden Investitionskosten in Höhe von ca. 1,4 Mio €. Davon trug die Gemeinde Weinbergen 400,0 T€ und die Thüringer Aufbaubank steuerte 1,0 Mio € bei.

Seit 6. Juni 2012 ist der Weg von Bollstedt bis Schlotheim durchgängig befahrbar und wird von Radlern dankbar angenommen. Zur offiziellen Einweihung ließ es sich der in Grabe geborene Einwohner Olaf Lutze nicht nehmen und fuhr mit historischem Fahrrad, Frack und Zylinder und dem Lied: „Ja wir sind mit dem Radel da“ zur Freude vieler Teilnehmer vor und eröffnete mit gereimten Versen die Strecke, welche heute Bestandteil des Unstrut-Werra-Fernradweges ist.