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Heimatbote

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Seebach kann auf eine mehr als 1200- jährige Geschichte zurückblicken und im Jahre 2029 bereits die 1250 Jahrfeier begehen. Erstmals wurde Seebach im Jahre 779 in einer Schenkung für Kloster Fulda erwähnt. In früheren Zeiten wurde zwischen Nieder- oder Wenigenseebach und Oberseebach, dem jetzigen Ort unterschieden.

Welches Seebach zuerst existierte, kann heute nicht mehr nachgewiesen werden. Das heutige Seebach lag in dieser Zeit am Ufer eines etwa 1,5 km langen Sees, von dem nur noch der ehemals durchfließende Bach und einige Flurnamen zeugen. Grundherren von Seebach waren die dem Thüringer Uradel angehörigen Herren von Seebach. Dieses Adelsgeschlecht ist seit 1114 bekannt und mit Ekkehardus de Seebeche erscheint es 1206 zuerst urkundlich. Albert und Hermann von Seebach waren im Jahre 1307 Besitzer der Wasserburg. Der im Dienste der sächsischen Kurfürsten stehende Burghauptmann der Wartburg, Hans von Berlepsch, kaufte die Burg 1523 und nahm dort seinen Wohnsitz 1527. Die Seebacher Burg, welche heute über die Landesgrenzen hinaus als älteste Vogelschutzwarte Deutschlands bekannt ist und in der von Mai bis Oktober jeweils samstags, sonn- und feiertags um 14.00 Uhr sowie nach Voranmeldung Gästeführungen durch die Burg und den Schlosspark stattfinden, bekommt der Besucher viele interessante und wissenswerte Aspekte vermittelt und kann einige Ausstellungen wie Vogelschädelausstellung, Vogeleiersammlung und Eulenausstellung besichtigen (www.vogelschutzwarte.de ). Im 19. Jahrhundert haben sich Angehörige der Familie hohe Verdienste erworben. Zu ihnen gehört auch der Nestor des Vogelschutzes in Deutschland, Hans Freiherr von Berlepsch (1857 bis 1933). Er gestaltete den ehemaligen Obstgarten sehr zum Leidwesen seiner Mutter in den Jahren 1884/85 zu einem Vogelschutzpark um. Sein besonderes Engagement für den Vogelschutz wurde im Jahre 1908 durch die Anerkennung der Einrichtung als Vogelschutzwarte, der ältesten in Deutschland, gekrönt und staatlich anerkannt. 1990 ist die Staatliche Vogelschutzwarte Seebach der Thüringer Landesanstalt für Umwelt in Jena angeschlossen worden. Seither bemüht man sich sehr erfolgreich, in Sachen Öffentlichkeitsarbeit Akzente zu setzen. Zur Familie zählen weiterhin, der sich nachhaltig für die Bienenzucht engagierte August Freiherr von Berlepsch – er hat das frei hängende Rähmchen erfunden und damit die Imkerei nachhaltig bis heute verändert sowie der preußische Sozialminister und Regierungspräsident von Düsseldorf, Hans Herrmann Freiherr von Berlepsch 1843-1926, der für seine besonderen Verdienste als Namenspatron einer Apfelsorte geehrt wurde. Der ‘Rote von Berlepsch‘ wurde bereits 1880 am Niederrhein von Diedrich Uhlhorn jr. gezüchtet (aus den Sorten Ananasrenette x Ribston Pepping). Er lebte im Klostergut, in welchem nach dem 2. Weltkrieg bis heute ein Kinderheim etabliert wurde. Es befindet sich zur Zeit im Eigentum der Heimeinrichtungen des Unstrut – Hainich - Kreises.

In unmittelbarer Nähe der Vogelschutzwarte befinden sich ein idyllisch gelegener Dorfteich sowie ein Kinderspielplatz. Zudem gibt es in der näheren und ferneren Umgebung, z. B. im Naturpark Eichsfeld - Hainich - Werratal sowie im Nationalpark Hainich wunderschöne beschilderte Wanderwege für alle Naturfreunde und den einzigartigen Baumkronenpfad. Bis zum Mittelpunkt Deutschlands in der Gemarkung Niederdorla ist es nur ein „Katzensprung“ von ca. 5 Km.

Seit 1989 unterhält Seebach freundschaftliche Beziehungen zu Gertenbach, einem Ortsteil von Witzenhausen im Bundesland Hessen.

Sehr viel Wert wird in Seebach auf ein umfangreiches Kultur- und Vereinsleben gelegt. Präsent sind hierbei die Carnevalsgesellschaft, der Heimatverein, der Sportverein, die Freiwillige Feuerwehr sowie der Feuerwehrverein des Ortes, die Landfrauen, die Pfingst- und Kirmesburschen, die Maienfestgruppe und der Verein der Freunde der Vogelschutzwarte. Beliebte kulturelle Höhepunkte, die durch die Vereine des Ortes gestaltet werden, sind die Carnevalsveranstaltungen, das Frühlings-, Maien- bzw. Pfingstfest, das Familiensportfest und die allseits beliebte Kirmes, um nur einige Veranstaltungen zu nennen. Seebach hat eine Gesamtfläche von 10.47 km2, wobei die Ortslage 1.02 km2 umfasst. Derzeit leben in unserem Ort 647 Einwohner. Er verfügt unter anderem über eine in freier Trägerschaft des THEPRA Landesverband e.V. betriebene Grundschule und den Kindergarten „Rasselbande“.

Medizinisch betreut werden unsere Einwohner von einem Allgemeinmediziner.

Jedes Jahr am 3. Adventswochenende wird in der Heimatscheune der Adventsmarkt durchgeführt. Dieser Markt erfreut sich bei Jung und Alt, denn hier ist richtig weihnachtliches Flair angesagt. Der Erlös aus Tombola und Verkauf kommt den Kindereinrichtungen von Seebach zugute.

In Seebach engagieren sich zahlreiche Betriebe und Handwerker, so z. B. Agrargenossenschaft Großengottern e.G. Landwirtschaftlicher Familienbetrieb „Göring“, Thüringer LANDKOST GmbH, Backstube vom Bäckermeister Thomas Aderhold, Friseur, Bürgerhaus „Weißer Schwan“, Elektroinstallationsbetrieb „Mingram“, „Gärtnerei Stähling“, Kfz-Ersatzteilhandel Wiesner, Zimmerei Marco Hohbein, Mineralölhandlung Siegward Montag, Bauunternehmen Kiesewetter, Naturstein-Ideen, Schaltschrankbau Fa. Michel, Hausmeisterservice M. Schmidt und Klempnermeister Andreas Hegeholz.